Sie, die im Kreis ging
Es begann eigentlich nicht mit etwas Großem, auch wenn es bequem wäre, so zu tun. Keine Schwellen, die krachten, keine entwurzelten Bäume, die auf den Weg fielen, keine Aha-Momente, die jemand auf eine Kaffeetasse drucken und als Lebensweisheit verkaufen könnte.
Es war nur ein Tag wie jeder andere, und genau deshalb wurde er wichtig.
Sie stand im Flur und suchte nach einem Schal, von dem sie absolut sicher war, dass sie ihn "irgendwo logisch" abgelegt hatte. Ihre Logik war ein eigenes Ökosystem – eines, in dem Dinge verschwanden, sobald sie versuchte, sie zu platzieren. Der Schal war weg, und sie fluchte laut, nicht der Dramatik wegen, sondern weil Schimpfwörter manchmal die einzige Sprache waren, die der General verstand.
Der General stand gedanklich neben ihr, wie immer kerzengerade, bereit, die Welt durch Disziplin und schnellere Schritte zu organisieren.
„Geh“, sagte er.
„Dafür haben wir keine Zeit.“
Auf der anderen Seite stand der Archivar, mit seiner ewigen staubigen Mappe und einer Brille, die er nie wirklich putzte. Er räusperte sich.
„Das erinnert mich an einen Morgen vor drei Jahren, als du…“
Sie legte eine Hand auf seine Mappe, bevor er weitersprechen konnte.
„Nein. Da gehen wir heute nicht hin.“
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