Was wir weitergeben

Es gibt Tage, da braucht das Leben keine Lösung.
Es braucht einen weichen Punkt.

Einen Menschen, der nichts verlangt, oder ein Lächeln, das fraglos ankommt. Es kann eine Nachricht sein, die genau dann kommt, wenn man kurz davor ist, die Fassung zu verlieren. Und manchmal genügt eine Zeile aus einem Buch, die das ausdrückt, was man selbst nicht herausbekommt. Dinge, die von außen unbedeutend erscheinen, aber innerlich entscheidend sein können.

Menschen tragen einander mehr, als sie ahnen. Oft ohne es zu wissen oder etwas Großes zu beabsichtigen. Deshalb ist Freundlichkeit niemals „nur“ Freundlichkeit.

Sie kann zu einer Lebensader werden.

Als etwas schmerzte

Man kann nicht über das Licht schreiben, ohne den Schatten anzuerkennen. Wenn bestimmte Begegnungen weh tun. Wenn Beziehungen Spuren hinterlassen, wo Ereignisse, Konflikte oder Worte länger bleiben, als man selbst möchte.

Es ist leicht, in einer Erzählung stecken zu bleiben, in der jemand anderes die Rolle des Bösewichts spielt; wo Schmerz einen Menschen hart, depressiv oder gleichgültig machen kann.

In diesem Sinne können jedoch auch schwierige Menschen als "Lehrer" angesehen werden, denn sie zwingen unter anderem Reife und Selbstachtung in uns hervor.

Es geht nicht darum, dass sie Recht hatten. Auch nicht darum, dass ihre Art oder ihr Auftreten in Ordnung war. Was Wachstum in uns schafft, ist der Schmerz, der zu dem Ort wurde, an dem wir aufhörten, uns selbst zu verleugnen.

Und ja – Konflikte können unglaublich wichtig zu lösen sein. Der Unterschied liegt in der Unterscheidung:

welche Konflikte etwas Echtes tragen, und welche nur Energie ziehen, ohne irgendwohin zu führen. Manche Gespräche schaffen Klarheit, während andere nur mehr Rauschen erzeugen. 

Der innere Frieden beruht nicht zuletzt darauf, den Unterschied zu verstehen. Gleichzeitig geht es darum, zu respektieren, dass Menschen verschieden sind und unterschiedliche Meinungen haben dürfen.

Was wir weitergeben

Die Welt braucht keine perfekten Menschen. Sie braucht nur mehr Menschen, die das Kleine mit Herzlichkeit tun.

    Hallo, danke, Entschuldigung sagen.
    Jemandem in die Augen sehen.
    Eine Tür aufhalten.
    Jemandem zulächeln, der müde aussieht.
    Jemanden in der Schlange vorlassen.

    Weich sein, ohne naiv zu werden.

    Solches rettet vielleicht nicht die ganze Welt.
    Aber es rettet Momente.

    Momente, die zu Tagen werden.
    Und Tage, die zu Leben werden.


    © by HerMine’s 

    Entdecken Sie die Welt

    UNSERE MALAS:

    UNSERE NEUESTEN KREATIONEN: